Blogeinträge

7 Hermetische Gesetze

Was sind die 7 Hermetischen Gesetze und warum ist es so wichtig, sie neben den psychologischen Mechanismen zu kennen?

Im letzten Jahrzehnt habe ich mich immer wieder gefragt, wie das Leben eigentlich funktioniert. Neben den psychologischen und physikalischen Wirkmechanismen gab es schon im alten Ägypten eine ganz eigene Antwort auf diese Frage. Die 7 hermetischen Gesetze stammen aus der Zeit Moses (2. und 3. Jahrhundert nach Christus) und wurden von Hermes Trismegistos erstellt. Überliefert wurden die Gesetze durch Steintafeln. Da mir Ganzheitlichkeit besonders wichtig ist und die hermetischen Gesetze eine wunderbare Ergänzung zur modernen Wissenschaft darstellt, möchte ich sie gerne teilen.

Die hermetischen Gesetze stellen sich die Fragen: Warum ziehen wir bestimmte Dinge an, warum wiederholen sich Situationen immer wieder und warum kämpfen wir manchmal gegen uns selber, obwohl wir es eigentlich gar nicht wollen?


1. Gesetz der Geistigkeit
Alles beginnt im Kopf. Bevor etwas im Außen sichtbar gemacht werden kann, ist es erst ein Gedanke. Das heißt für mich: Wenn ich mein Leben ändern will, reicht es nicht, nur äußere Umstände zu verändern. Ich muss zuerst in meinem Inneren die Veränderung leben. Mein Mindset ist der erste Schritt zur neuen Realität und Transformation. Das Glücklichsein entsteht nicht dadurch, dass ich hoffe, dass sie mir widerfährt oder die Umweltbedingungen so sind, dass sie auf mich zukommt. Glücklichsein ist eine innere Haltung. Ich muss mir zunächst gestatten dürfen, dass ich glücklich sein darf und es verdient habe. Dankbarkeit ist da äußerst hilfreich. Wie viele Dinge nimmst Du als selbstverständlich an? Je mehr Selbstverständlichkeit erwartet wird, desto eher kann Enttäuschung auftreten und desto schwieriger ist es, Glück empfinden zu können – schließlich ist ja alles selbstverständlich.


2. Gesetz der Entsprechung
Das ist so gesehen wie ein Spiegel: Mein Inneres zeigt sich im Außen. Wenn ich gestresst oder ängstlich bin, erlebe ich das auch draußen. Wenn ich jedoch Dankbarkeit und Freude empfinde, zieht genau das mein Leben an. Gängig ist dabei auch der Begriff “Gesetz der Anziehung”. Ich versuche daher, bewusst in mir die Gefühle zu kultivieren, die ich im Außen sehen möchte. Der Fokus ist dabei sehr entscheidend. Man könnte es auch wie eine Art der Konditionierung verstehen. Wenn ich meine Aufmerksamkeit beispielsweise auf Dankbarkeit ausrichte, wird es mir mit der Zeit immer leichter fallen, die dankbaren Kleinigkeiten im Leben wahrzunehmen. Unser Gehirn ist ein Filter, wie wir unsere Umgebung interpretieren und wahrnehmen, hängt mit der Sozialisierung und dem Fokus zusammen. Dieser Fokus ist aber nicht streng festgelegt, auch wenn es sich manchmal danach anfühlen mag. Nur weil ich eine gewisse Art der Aufmerksamkeitsqualität habe (positiv oder negativ) heißt es nicht, dass es für immer so sein muss.


3. Gesetz der Schwingung
Alles ist Energie – wir alle schwingen auf einer bestimmten Frequenz. Angst und Wut fühlen sich schwer an, Freude und Liebe leicht. Besonders sichtbar wird dies, wenn Du in Kontakt mit unterschiedlichen Personen stehst. Es gibt Menschen, bei denen schnell das Gefühl aufkommt, dass sie einen “auslaugen” oder “erschöpfen”. Wie ein Vampir, der unabdinglich Blut saugt und nicht aufzuhören scheint. Nach dem Treffen brauchen wir erst einmal eine Pause, um uns zu erholen. Andersherum geht dies natürlich genauso. Es gibt Menschen, die uns einfach gut tun, bei denen wir gerne in der Nähe sind. Dies hängt mit den Frequenzen zusammen, die die Personen ausstrahlen. Gut erkennbar ist dies an der Bewusstseinsskala von Dr. David R. Hawkins.

Er war ein amerikanischer Psychiater und beschäftigte sich neben seinem Beruf auch mit Mystik und Spiritualität. Gelebt hatte er von 1927 bis 2012. Je weiter wir in der Bewusstseinsskala aufsteigen, desto größer wird die Lücke zu bestimmten Personen.

Ein Beispiel: Nehmen wir mal an, Du befindest Dich auf dem Weg zur “Akzeptanz”. Manche Menschen verweilen auf einer Ebene, ohne dass sie dies bemerken. Das ist auch völlig in Ordnung, jedoch kann es dazu kommen, dass man sich voneinander entfernt. Sprich: Wenn Du Dich weiter entwickelst und jemanden in Deinem engen Umfeld hast, der bei “Wut und Hass” verweilt, also das Leben aus einer äußerst negativen Bewertung sieht, dann wird die Lücke zwischen euch immer größer. Dadurch kommt das Gefühl aus “wir haben uns auseinander gelebt” oder Du stellst auf einmal fest, dass diese Person, Dich in Deinem Bewusstsein der “Akzeptanz” wieder herunterzieht. Dies ist ganz natürlich, weil wir gerne Menschen um uns herum haben, die auf einer ähnlichen Frequenz unterwegs sind. Kleinere Lücken sorgen dafür, dass wir uns ermutigen, aufzusteigen, weil wir das Gefühl entwickeln “Hey, wenn die Person das geschafft hat, schaffe ich das bestimmt auch!”. Größere Lücken können zur Entfremdung führen, weil es Druck fördert und das Gefühl “nicht mehr dazuzugehören”.


4. Gesetz der Polarität
Alles hat zwei Seiten. Reichtum und Armut, Liebe und Hass, Tag und Nacht, Gesundheit und Krankheit – beides existiert gleichzeitig. Ich entscheide, worauf ich meinen Fokus lege, und das beeinflusst, welche Seite sich in meinem Leben stärker zeigt. Da wären wir auch bei dem “Gesetz der Entsprechung” von weiter oben. Die Gleichzeitigkeit kann auch zu einer göttlichen Dichotomie werden. Das bedeutet, dass zwei widersprechende Ereignisse gleichzeitig existieren können. Ich kann beispielsweise total wütend auf eine Person sein und sie gleichzeitig lieben. Im ersten Moment scheinen sie widersprüchlich, sind sie aber nicht. Die Polaritäten sind nicht voneinander getrennt. Sie ergänzen sich und bilden eine Waage, auf der wir uns bewegen.


5. Gesetz des Rhythmus
Das Leben hat seine eigenen Zyklen. Es gibt Höhen und Tiefen, Arbeit und Ruhe, Phasen von Auspowern und Entspannen. Das Leben und die Seele folgt einem eigenen Takt, und wir tun uns selbst einen großen Gefallen, wenn wir uns diesem Rhythmus anvertrauen.

Das bedeutet auch, dass schwierige Phasen nicht ewig bleiben, genauso wie gute Zeiten nicht für immer andauern. Es ist ein Auf und Ab und genau darin liegt das Gleichgewicht. Wenn ich zum Beispiel lange gearbeitet oder mich emotional verausgabt habe, gönne ich mir bewusst Pausen, Zeit für mich und kleine Rituale, die mir Energie zurückgeben. Ich versuche, meinen eigenen Rhythmus zu spüren und mich nicht mit dem Tempo anderer zu messen. Für Frauen ist der Zyklus eher im Vordergrund, da der Periodenzyklus unausweichlich uns monatlich begleitet. Viele Frauen erleben je nach Zyklusphase unterschiedliche emotionale Erlebnisse und wir wissen alle: Das geht vorbei.
Aber auch Männer haben natürlich ihren eigenen Zyklus. Dieser jedoch ist täglich und nicht monatlich wie bei Frauen. Wo merkst Du Deine Zyklen?

Für mich heißt das: Vertrauen in die natürlichen Abläufe haben, loslassen, wenn etwas zu Ende geht, und bewusst die Augen offen halten, wenn sich Türen öffnen. Alles hat seinen Platz und seine Zeit, und genau das kann das Leben wunderbar entschleunigen.


6. Gesetz von Ursache & Wirkung
Alles, was passiert, hat eine Ursache. Ich habe erkannt, dass ich selbst viel mehr Einfluss auf mein Leben habe, als ich lange dachte. Wenn mir etwas nicht gefällt, kann ich zurückschauen, welche Gedanken oder Handlungen es ausgelöst haben – und bewusst neue Entscheidungen treffen. Es ist wichtig zu verstehen, dass wir keine “falschen” oder “richtigen” Entscheidungen treffen können. Wir können lediglich Entscheidungen treffen und erleben dann eine Konsequenz für uns. Jede Konsequenz ist ein Erkenntnisgewinn, denn somit haben wir immer wieder die Möglichkeit zu wählen, wer wir sein möchten, wie wir uns verhalten wollen und wie wir die Konsequenzen bewerten wollen. Unsere Erfahrungen setzen uns zwar eine Brille der Bewertung auf, aber ob wir sie aufbehalten möchten, entscheiden wir immer noch selber.


7. Gesetz des Geschlechts
Jeder von uns trägt männliche und weibliche Energie in sich. Dabei muss es nicht heißen, dass Frauen immer das Weibliche und Männer immer das Männliche im Fokus haben. Es heißt lediglich, dass beide Existenz sind und es bei jedem Menschen ganz unterschiedlich ausgeprägt sein kann.

Bei der männlichen Energie handelt es sich beispielsweise um:

  • Fokus, Zielstrebigkeit, Handeln
  • Logik, Struktur, Planung, Zielorientierung
    Kontrolle, Durchsetzungskraft, Klarheit
  • Initiative, Entscheidungen treffen
  • Tatkraft, Leistung, Umsetzung

Bei der weiblichen Energie handelt es sich beispielsweise um:

  • Intuition, Empfänglichkeit
  • Kreativität, Inspiration
  • Prozessorientierung, Geduld
  • Vertrauen, Loslassen, Hingabe, Intuition
  • Emotionale Wahrnehmung, Mitgefühl für sich selbst und andere

Die männliche Energie ist in der Regel sehr aktiv und kraftvoll, während die weibliche Energie eher in der passiven und ruhenden Rolle verbleibt. Beides ergänzt sich wunderbar und sorgt für ein harmonisches Gleichgewicht. Keine der beiden ist mehr oder weniger wert. Wo genau das Gleichgewicht herrscht, ist genauso individuell wie jeder einzelne von uns.

Das Symbol Yin und Yang symbolisiert die hermetischen Gesetze sehr gut. Es ist zyklisch-rund, besitzt die Polaritäten in den Farben und zeigt eine unterschiedlich-individuelle Gewichtung der Farbgrößen auf.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert