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Was ist der panentheistische Glaube?

Der panentheistische Glaube ist eine spirituell-philosophische Glaubensrichtung und sieht Gott in allem. Das bedeutet, das Göttliche ist nicht nur in uns, sondern auch in der Natur und im Leben selber verankert sowie darüber hinaus. Für mich ist das ein Gefühl von tiefer Freiheit, weil es die Trennung als solches auflöst. Alles ist miteinander verbunden. Der Pantheismus schließt keine andere Glaubensrichtung aus oder würde sie ablehnen, sondern sieht sie als einen möglichen Weg, der zu einer und derselben Quelle führt – also zu Gott.

Wir sind alle nicht getrennt voneinander. Gott befindet sich in allem und ist bei uns allgegenwärtig. In jedem Menschen, in jeder Pflanze, in jedem Atemzug und in jedem Moment kann das Göttliche spürbar gemacht werden. Das bedeutet, dass Gott nicht in dem Sinne ein „Jemand“ ist, der über uns wacht, sondern dass er in jedem von uns innewohnt.

Diese Sichtweise hat meine Perspektive auf die Welt schon sehr verändert. Wenn ich in allem, was da ist, etwas Göttliches wahrnehmen kann, kann ich mit viel mehr Mitgefühl und Empathie der Welt und auch den Menschen gegenübertreten. Alles ist Ausdruck derselben Quelle. Wenn man sich diesem Gedanken öffnet, entsteht eine tiefe Ehrfurcht vor allem Lebendigen. Und gleichzeitig eine sanfte Verantwortung, bewusst mit sich, anderen und der Welt umzugehen.

Oft wird angenommen, der panentheistische Glaube stünde im Widerspruch zu anderen Religionen. Doch entspricht dies nicht der Wahrheit. Der Panentheismus ergänzt die unterschiedlichen Glaubensrichtungen miteinander. Einfach aufgrund dessen, weil er eben sie nicht ausschließt. Er sagt nicht, dass nur der einzige Weg richtig ist, sondern er sagt vielmehr, dass jeder Weg ein Ausdruck des Einen ist. Und jede Person hat einen eigenen individuellen Weg, wie er zu sich, beziehungsweise zu Gott finden kann. Ob jemand im Christentum, im Buddhismus, im Islam, im Hinduismus oder im Schamanismus seinen Glauben und seinen Halt findet, zeigt einfach nur, dass es alles unterschiedliche Facetten sind, die zu derselben Wahrheit führen. Es sind einfach nur die unterschiedlichen Sprachen für dasselbe göttliche Prinzip.

Aufgrund dieser Haltung ist es mir auch möglich, meine wissenschaftsbasierte Arbeit mit der Spiritualität zu verknüpfen. Es ist alles eine Ergänzung zueinander und keine Trennung. Wir sind immer miteinander verbunden.

Als Literatur empfehle ich Dir die Bücher von Neal Donald Walsch Gespräche mit Gott. Ich habe damals mit dem 3. Band angefangen, weil es das erste Buch war, womit ich in Resonanz gegangen bin.

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