Meine therapeutische Haltung
Meine therapeutische Haltung in der Ergotherapie orientiert sich an den Grundprinzipien der humanistischen Psychologie nach Carl Rogers. Wichtig ist mir zu erwähnen, dass ich in der Ergotherapie nur mit Erwachsenen arbeite.
Ich gehe davon aus, dass Du die Antworten auf Deine eigenen Fragen bereits in Dir trägst, sie müssen nicht im Außen gesucht werden, sondern dürfen im Inneren entdeckt werden.
In meiner Arbeit sehe ich mich daher nicht als „Expertin über den Menschen“, sondern als Deine Begleiterin auf dem Weg zur Selbsterkenntnis und -entfaltung. Mein Ziel ist es, Dich dabei zu unterstützen, zu erfahren, wer Du wirklich sein möchtest und Dir dabei zu helfen, dies in Deinem Alltag zu leben. Egal, ob es sich um körperliche oder psychische Beeinträchtigungen geht.

Meine wichtigste Ressource – und zugleich meine tiefste Haltung – ist die Hoffnung.
Ich habe eine aufrichtige Hoffnung in die Menschheit. Auch ich habe in meinem Leben Schicksalsschläge erlebt und Momente des Aufgebenwollens. Gerade deshalb weiß ich, wie kostbar Hoffnung ist und wie sehr sie tragen kann. Ich kann viele Sorgen, Ängste und Zweifel nachvollziehen, weil ich selbst durch manche dieser Erfahrungen gegangen bin. Auch aus der Arbeit im Pflegeheim kenne ich die Grundprobleme der Bewohner, wenn sie körperlich nicht mehr so aktiv sind oder sich Einsamkeit einschleicht. Oftmals reduziert sich der Kontakt zu den Angehörigen, welches als große Belastung wahrgenommen wird.
Mir ist es wichtig, Menschlichkeit zu bewahren. Ich begegne Dir auf Augenhöhe, nicht als Therapeutin, die über Dir steht, sondern als Mensch, der Dir ehrlich und respektvoll begegnet. Für mich gibt es keine Hierarchie zwischen „Behandelnder“ und „Behandeltem“. In meinen Sitzungen begegnen sich zwei Menschen, beide mit ihrer eigenen Geschichte, ihren Erfahrungen, Stärken und Lernwegen.
Ich möchte wegführen von Pathologisierungen und starren Diagnosen. Eine Diagnose kann hilfreich sein, um zu verstehen, was gerade geschieht, aber sie beschreibt nur einen Zustand, kein Wesen.
Du bist kein Sammelsurium von Diagnosen.
„Einsamkeit basiert auf dem Gefühl der mangelnden Verbundenheit zu sich selbst und zu mit anderen.”
Stefanie Tiede
Fragen, die mich oft in den Sitzungen begleiten:
- Wer bin ich eigentlich?
- Woran erkenne ich, welche Art von Menschen zu mir passt? Als Freunde oder Partner.
- Wie kann ich Vertrauen lernen? Zu mir und anderen gegenüber.
- Bin ich krank? Bin ich gut genug? Schaffe ich das? Was ist, wenn ICH einfach nur „komisch“ bin?
- Sind das wirklich meine negativen Glaubenssätze? Oder sind sie schon seit vielen Jahrzehnten in meiner Familie?
- Wie komme ich mit den Veränderungen im Alter klar?
- Wie lerne ich mehr Akzeptanz für das, was ich nicht ändern kann?
- Wie schaffe ich es damit umzugehen, dass meine Liebsten weniger Zeit für mich haben?
- Wie komme ich im Alltag zurecht, wenn ich körperlich eingeschränkt bin?
Verhaltensweisen, die uns belasten, sind oft nur Ausdruck dessen, dass wir uns von unserem wahren Selbst entfernt haben. In meinen Sitzungen geht es darum, diesen Kontakt wiederzufinden, Dich selbst zu spüren, Dein Leben so zu gestalten, dass es Deinem inneren Wesen entspricht.
In meiner Arbeit schaue ich auch auf die familiäre Prägung und die Geschichten, die Generationen miteinander verbinden. Welche Erfahrungen, Traumatisierungen oder unausgesprochenen Belastungen wirken möglicherweise über Generationen hinweg weiter? Oder belasten mich bis in hohe Alter?
Wenn ein Mensch beginnt, diese Muster zu erkennen, bedeutet es, dass etwas in Bewegung kommt.
“Je schlechter Du Deine eigenen Bedürfnisse und Wünsche kennst und kommunizierst, desto mehr Grenzen werden bei Dir überschritten werden.”
Stefanie Tiede
Ich bin davon überzeugt, dass jeder Mensch, die Fähigkeit besitzt, zu wachsen, sich zu entwickeln und Frieden mit sich selbst zu finden.
Bei Fragen oder wenn Dich meine Arbeit anspricht, melde Dich dafür gerne über das Kontaktformular, telefonisch, per WhatsApp oder SMS +4915510771673.